Rede vom 26.09.2012
Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg - 20. Wahlperiode - 41. Sitzung

Masterplan "Mitte Altona" (Senatsantrag) - Drs. 20/4193

Dr. Kurt Duwe FDP: Frau Präsidentin, meine Damen
und Herren!

Herr Duge, Sie haben mir das Stichwort gegeben: Plan B. Das ist das, was uns bei der "Mitte Altona" ein bisschen fehlt. Man sollte, wenn man mit einem Dritten rechnet, doch vielleicht auch einmal in Betracht ziehen, dass der Dritte eben nicht das macht, was man sich wünscht, nämlich den Fernbahnhof zu verlagern. Das ist aber durch diese Entscheidung über den Masterplan geschehen; diese Option haben wir nicht mehr. Herr Duge hat dankenswerterweise erwähnt, dass wir natürlich noch einige Möglichkeiten haben, diese bisher suboptimale Lösung, so der Bahnhof nicht verlegt wird, doch noch zu verbessern.

Ich hoffe, dass das dann auch in den weiteren Verhandlungen und Planungen durchgesetzt werden kann, denn man muss davon ausgehen, dass ein Plan B nicht vorliegt und der Senat mit großem Gott- und Selbstvertrauen vorangeschritten ist. Wenn das gelingen sollte, ist das auch in Ordnung.Ich will als Opposition nicht nur meckern, ich will nur darauf hinweisen, dass, wenn wir davon ausgehen, dass Diebsteich wirklich irgendwann Fernbahnhof wird, der Senat beginnen muss, über Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzepte für Nord-Altona und Bahrenfeld nachzudenken. Dieser Bahnhof wird nicht in einem neutralen Umfeld gestaltet werden, und wir müssten jetzt zumindest einmal etwas fundiertere Informationen darüber bekommen, welche Auswirkungen die Verlegung des Fernbahnhofs an dieser Stelle haben wird. Die Verlegung wird Auswirkungen haben, positive und negative, und wir sollten nicht darauf warten, dass wir irgendwann Diebsteich 21 bekommen, weil einige Bürger mit einem Mal feststellen, dass künftig in nächster Nähe Busse vorbeifahren oder ein neuer Bahnhof errichtet wird.

Wenn wir jetzt den Masterplan beschließen – und das wird dieses Haus tun – und davon ausgehen, dass wir, so die Bahn es will, in vielleicht zehn oder fünfzehn Jahren einen Fernbahnhof in Diebsteich haben werden, dann müssen wir natürlich die Planungen für die "Mitte Altona" fortsetzen, dürfen aber nicht vergessen, dass von dieser Entscheidung auch andere Stadtteile und ihre Umwelt, ihre Bevölkerungszusammensetzung und ihre Ausgestaltung berührt sein werden.

Die FDP-Fraktion wird diesem Antrag nicht zustimmen, aber wir wollen ihm auch nicht im Wege stehen. Ich möchte noch einmal die herzliche Bitte an die BSU richten, schon jetzt darüber nachzudenken, was bei einer Verlegung des Fernbahnhofs im Norden des Bezirks Altona mit dem Verkehr und den Bewohnern geschieht. – Vielen Dank.

(Beifall bei der FDP)

Das gesamte Sitzungsprotokoll der 41. Sitzung hier als pdf-Datei herunterladen!

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