Dr. Kurt Duwe 
 
Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft - Wahlkreis Harburg 
 


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Rede vom 27.03.2013
Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg - 20. Wahlperiode - 55. Sitzung

Fracking-Moratorium für Hamburg – Keine unkalkulierbaren Risiken für unser Grundwasser und die menschliche Gesundheit – Drs.20/6927 - (Antrag der GRÜNEN Fraktion)

Dr. Kurt Duwe FDP:* Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Ich kann mir gefühlte 50 Prozent meines Redebeitrags sparen, denn Frau Stöver hat schon einiges erzählt,

(Beifall bei der CDU, vereinzelt bei der SPD und bei Jens Kerstan GRÜNE und Christiane Schneider DIE LINKE)

aber als Geowissenschaftler kann ich Ihnen ein paar kleine Informationen geben, die vielleicht nicht allen Hamburgerinnen und Hamburgern bekannt sind. "Die Partei" hatte da nicht recht – im Bereich Harburg gibt es sogar noch Erdölförderung, und es gibt sehr große Lagerstätten für Gas, in denen früher einmal Erdöl war. Warum Exxon- Mobil jetzt da sucht, ist klar: weil früher dort eben auch Erdgas beziehungsweise Erdöl gefördert worden ist. Das muss man so sehen. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Harburg sogar einmal der einzige Montanbezirk war und wir dort für ein paar Jahre auch ein Kohlebergwerk hatten. Das weiß keiner, aber das zeugt davon, dass wir im Untergrund eben Strukturen haben, wo diese Technologie angewandt werden könnte.

Frau Stöver hat schon darauf hingewiesen, dass das umweltrechtlich leider eine Grauzone ist, wo wir Änderungsbedarf haben. Das sollte auch angegangen werden, aber wir sollten die Kirche im Dorf lassen und zusehen, dass das, was jetzt passiert, in Fachdiskussionen abgewogen werden muss. Ich hoffe, dass es auf Bundesebene auch so schnell passiert wie angekündigt und dass wir im Ausschuss sachgerechte Informationen bekommen, damit wir auch in diesem Bundesland etwas mehr über diese Technologie erfahren und dann hinterher die Entscheidung treffen können, ob wir das wollen oder nicht. Man sollte nicht schon vorher sagen, dass wir das nicht wollen, und die Diskussion scheuen. Deshalb freue ich mich, dass wir da weiterkommen.

Noch einen Satz zur Aufsuchungserlaubnis: Aufsuchen bedeutet nicht, dass man da Erdgas sucht, in dieses Gebiet hineingeht und bohrt, sondern man schaut in die ganzen Unterlagen, die ein Unternehmen hat. Das Unternehmen kauft sich dann noch weitere Unterlagen von anderen Unternehmen, schaut sich alte Bohrkerne an und analysiert sie mit neuesten Methoden, um herauszubekommen, ob sich das überhaupt lohnt. Das kostet ungefähr drei Jahre und wahrscheinlich auch eine Menge Geld, und danach wird sich das Unternehmen entscheiden, ob es überhaupt weiterarbeitet. Es wird also in dem Gebiet der Vier- und Marschlande gar nichts passieren, und da muss man den Leuten nicht so viel Angst machen. Das ist kein Anlass zur Panik, sondern zu hohem Interesse und hoher Bürgerbeteiligung.

Natürlich ist es so, dass – bisher zumindest – bei den Verfahren einige Chemikalien verwendet werden, die trinkwassergefährdend sein können beziehungsweise sind. Es gibt aber auch Forschungen, die versuchen, diese Stoffe zu ersetzen. Man sollte nicht bereits im Voraus der Forschung nicht die Zeit geben, etwas zu erreichen, was man erreichen kann. Da wir in Deutschland Fracking schon seit Jahrzehnten ohne umweltrechtliche Erlaubnisse betreiben – jeder weiß, dass dieses Verfahren in den letzten Jahrzehnten schon öfter angewendet
worden ist –, müssen wir endlich dazu kommen, diese Umweltauswirkungen auch wirklich zu betrachten. Das ist ein sehr wichtiger Punkt und deshalb sollten wir uns die Zeit nehmen. Ich hoffe, dass das in ein, zwei Jahren dann klar ist.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt aber, dass praktisch kein einziger Punkt im Bereich des Aufsuchungsgebiets Vierlande, das unter anderem Süd-Wilhelmsburg beziehungsweise den Osten von Harburg betrifft, überhaupt für eine Bohrung geeignet wäre. Deshalb rate ich zu Gelassenheit.– Vielen Dank.

(Beifall bei der FDP)

Das gesamte Sitzungsprotokoll der 55. Sitzung hier als pdf-Datei herunterladen!

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