Rede vom 27.04.2016
Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg - 21. Wahlperiode - 31. Sitzung

Umwelt- und Ressourcenschutz stärken – Programm fifty/fifty erhalten und weiterentwickeln – Drs. 21/04061 (SPD/GRÜNE) –

Dr. Kurt Duwe FDP:* Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Herr Jersch, Recycling ist auch ein Umweltthema, und wenn gute
Anträge recycelt werden, kann man eigentlich nichts dagegen haben. Natürlich sollte irgendwann auch einmal umgesetzt werden, was man da beschließt.

(Beifall bei der FDP)

Das fifty/fifty-Programm war vor 20 Jahren gut und ist jetzt immer noch gut und eine tolle Idee, schlicht nach dem Motto, weniger Kohle durch mehr Kohle, weniger CO2 durch ein bisschen mehr Geld. Ich finde das hervorragend und habe bedauert, dass es in den letzten Jahren ein bisschen eingeschlafen ist. Das ist ein hervorragendes Projekt. Bei der Kommunikationsstrategie habe ich so meine Bedenken, denn sie ist sehr schwammig formuliert. Soweit ich weiß, sollte es eigentlich in allen Schulen Hamburgs bekannt sein, dass es so ein Programm gibt. Man kann die Leute noch einmal daran erinnern, dass sie vielleicht Geld sparen könnten und dieses Geld für andere Sachen ausgeben können, aber ich glaube, so eine Kommunikationsstrategie braucht es eigentlich für dieses altbewährte Programm nicht.

Einen weiteren Aspekt möchte ich einbringen. Ich erinnere mich an eine Podiumsdiskussion in einem Wirtschaftsgymnasium, bei der mir der Leiter freudestrahlend erzählte, sie hätten in den letzten Jahren gerade durch dieses fifty/fifty-Programm 50 Prozent der Stromkosten gespart. Als ich ihn nach dem Grund fragte, antwortete er, sie hätten Solarpanels auf ihrem Schuldach angebracht. Ich fragte ihn, wie viel dafür bezahlt wurde und wann die Panels zu ersetzen seien, und als er mir diese Zahlen nannte, fragte ich mich, warum an einem Wirtschaftsgymnasium nicht nach Vollkosten gerechnet wird. Ich bitte darum, bei der Neuauflage dieses Programms auch einmal die Vollkosten zu betrachten, denn es macht keinen Sinn, sagen wir einmal, um eine Zahl zu nennen, 20.000 Euro auszugeben, um insgesamt 5.000 Euro einzusparen.

Das ist vielleicht pädagogisch sehr schön, aber ich denke, gerade an einem Wirtschaftsgymnasium sollte man bei den Vollkosten bleiben. – Vielen Dank.

(Beifall bei der FDP und bei Dr. Jörn Kruse AfD)

Das gesamte Sitzungsprotokoll der 31. Sitzung hier als pdf-Datei herunterladen!

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